Hüter der Kirche

Was geschieht mit einer Kultur, deren Träger verschwinden? Mit dieser Frage setzen sich die Siebenbuerger Sachsen in Rumänien und außerhalb seit 25 Jahren auseinander. Seit der letzten Auswanderungswelle nach 1989 gibt es in Rumaenien zu wenige von ihnen, um den dauerhaften Erhalt ihrer Kultur und ihrer Gemeinden zu sichern. In meiner fotografischen Arbeit möchte ich die Folgen dieses kollektiven Wegzugs sichtbar machen. In den meisten Doerfern leben nur noch eine Handvoll Sachsen, sie kuuemmern sich um die Dorfkirchen. Oft sind sie zu alt, um die baufaelligen Gebaeude zu verwalten, Unkraut zu jaeten oder dort nistende Vögel zu vertreiben. Trotzdem oeffnen Sie Interessierten die Pforten und erzaehlen meist stolz und wehmuetig von der Vergangenheit. Entlang der Portraets der „Hueter der Kirche“ moechte ich über die letzten in Rumaenien verbliebenen Sachsen berichten; ueber ihr Leben auf den Hoefen, ihre Traditionen und ihren Alltag.